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Use Case Diagramm/ Use Case Diagram (UCD)
Ein Use Case Diagramm (UCD) stellt dar, wie das System die Akteure
bei der Ausführung eines elementaren Geschäftsprozesses unterstützt. Es wird auf
Grundlage der Modellierung der Prozess Hierarchie
und der Prozessketten eine Sichtweise eingenommen, in
der nun das IT-System im Fokus steht.
In einem Use Case manchmal auch als Anwendungsfall bezeichnet)
sind Aktionen des IT-Systems beschrieben, die ein Akteur nutzen kann. Mehrere Use Cases,
die zur Unterstützung eines elementaren Geschäftsprozesses (EBP) dienen, sind in einem
Use Case Diagramm (UCD) zusammengefasst. In der Regel sind einem EBP eins bis drei Use Cases
zugeordnet. Dabei kann ein und derselbe Use Case durchaus in mehreren UCDs vorkommen, wenn
seine Aktionen an verschiedenen Stellen benötigt wird.
Use Cases und Use Case Diagramme sind Beschreibungselemente aus der
Unified Modeling Language UML. Mehr Informationen zu dieser objektorientierten
Modellierungssprache finden Sie zum Beispiel unter Unified Modeling Language (UML).
 Use Case Diagramm zum EBP Profil erheben
Beispielhaft wird das Use Case Diagramm zur
IT-mäßigen Unterstützung des elementaren Geschäftsprozesses Profil erheben
dargelegt. Der Akteur - in diesem Fall eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter - wird in
zweierlei Hinsicht vom System, dessen Grenzen gestrichelt dargestellt sind, unterstützt:
Der Use Case Standardprofil auswählen ermöglicht die Auswahl und Festlegung
eines Standardprofils, mit dem das persönliche Profil abgeglichen werden soll. Der Use
Case Fragen zum persönlichen Profil beantworten realisiert die
Frage-Antwort-Sequenz zwischen BenutzerIn und System. Dabei benutzt er stets
den Use Case Antworten speichern, was durch die include-Beziehung zum
Ausdruck gebracht wird. Der Use Case Antworten speichern ist also in diesem
UCD für den Akteur nicht direkt ansprechbar.
Ein Use Case wird in einem strukturierten Text beschrieben, wie die folgende Tabelle für den Use Case Standardprofil auswählen zeigt:
| Name: |
Standardprofil auswählen |
| Zweck: |
Ein Standardprofil ist ausgewählt. |
| Beschreibung: |
Wurde dem Akteur früher schon mal ein Standard-profil zugewiesen?
falls ja: schlage dieses zur Verwendung vor und frage Entscheidung ab, ob es verwendet werden soll:
falls ja: verwende dieses Standardprofil.
sonst: Auswahl eines neuen Standardprofils durch den Akteur.
sonst: Auswahl eines neuen Standardprofils durch den Akteur.
Das ausgewählte Standardprofil wird gespeichert. |
| Vorbedingungen: |
Die Standardprofile sind definiert. |
| Nachbedingungen: |
Das Standardprofil ist ausgewählt und die Zuordnung zum Akteur wird gespeichert. |
| Alternative Abläufe: |
Der Benutzer findet kein zu ihm passendes Standardprofil => Abbruch des Verfahrens |
In dem Eintrag Beschreibung wird erklärt, was
der Use Case realisiert (und nicht: wie er das technisch tut). Es können auch
Ideen oder Anforderungen an die Gestaltung des Dialogfensters festgehalten werden. Unter Vorbedingungen
sind alle Voraussetzungen für die Ausführung des Use Case benannt, während die Nachbedingungen
seine Ergebnisse definiert. Im Eintrag Alternative Abläufe werden alle
Besonderheiten aufgelistet. Im Beispiel wird bestimmt, dass das Verfahren
abgebrochen werden soll, falls der Akteur kein zu ihm passendes Standardprofil findet.
Denkbar ist auch unter Alternative Abläufe zunächst festzuhalten, dass ein
Problem noch nicht gelöst ist und zu einem späteren Zeitpunkt der IT-System Entwicklung
noch betrachtet werden muss.
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