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Geschäftsobjekt Modell/ Business Object Model (BOM)

In einem Geschäftsobjekt Modell (Business Object Model - BOM) werden die wesentlichen Objekte der zu unterstützenden Prozesse beschrieben. Ihre jeweils wichtigsten Attribute und Methoden sowie die Interaktion der Objekte untereinander werden dargestellt. 


Business Object Model

Die Abbildung zeigt das BOM für das Beispiel während der Entwicklung: einige Objekte (Qualifikations-Maßnahme, Qualifikations-Konto) sind noch gar nicht  und die anderen sicher noch nicht vollständig modelliert. Jedes Objekt ist dreigeteilt dargestellt: im oberen Teil steht der Name, ihm folgen die Attribute des Objektes, während im unteren Teil seine Methoden abgebildet sind. Zu sehen ist das Objekt Profil, welches die Spezialisierungen Mitarbeiter-Profil und Standard-Profil besitzt. Die Allgemeines-Spezielles Beziehung wird in dem BOM gemäß der Unified Modeling Language -Notation durch einen Pfeil mit dreieckiger Spitze notiert.  Ein allgemeines Objekt vererbt seine Attribute und Methoden an seine Spezialisierungen - Profil vererbt also Berufsgruppe und editieren() an Mitarbeiter-Profil und Standard-Profil. Durch den Vererbungsmechanismus sind Zusammenhänge sofort sichtbar und eine kompakte Darstellung des Wissens ist möglich. Die Objekte Mitarbeiter und Mitarbeiter-Profil sind über eine Assoziation miteinander verbunden. Die Zahlen an den Assoziationen geben die Kardinalität der beteiligten Objekt an, wobei ein Sternchen für eine beliebige Anzahl steht. Jedem Mitarbeiter ist also genau ein Mitarbeiter-Profil zugeordnet und diesem wiederum genau ein Standardprofil. Umgekehrt kann aber ein und dasselbe Standard-Profil mit mehreren Mitarbeiter-Profilen assoziiert sein.
Das BOM dient in der Konzeptionsphase dazu, dass sich IT-Anwendungsentwickler und Businessexperten eine gemeinsame objektorientierte Sichtweise auf das zu unterstützende Geschäft erarbeiten. Es kann in der anschließenden Designphase eine gute Grundlage für die dort zu entwickelnden Objektmodelle sein.